Sonntag, 29. April 2007

Tod und Wiedergeburt

So hier wie abgemacht der 4te Eintrag ;)

Ich habe vorhin auf einer Seite gelesen, dass Buddhisten sehr stark an ein Leben nach dem Tod glauben. Besser gesagt glauben sie daran, dass der Körper, in dem sie zur Zeit leben, nur von ihrem Geist geliehen ist und sie ihn deshalb möglichst sinnvoll benutzen sollen. Wenn sie nun sterben, geht ihr Bewusstsein aus dem Körper heraus und sucht sich, mit Hilfe des Karma* einen neuen, in dem er leben möchte.
Sie sehen den Tod als eine Art "Kleider wechseln"
Eigentlich ja eine tolle Idee ... wenn ich sterbe, suche ich mir einen neuen Körper, in dem es mir gefallen würde zu leben ;) so einfach ist das ja aber leider nicht...
Das beste in dem Bericht war, dass sogenannte "Erleuchtete"* von diesem Prozess unabhängig sind. -Hä, wie unabhängig ??
Ja, ganz einfach ...
Sie können steuern, wann sie sterben, um so wieder auf die Welt zu kommen und vielen Menschen nützlich zu sein ...
Also die Buddhisten denken wirklich fast nicht an sich selbst, sondern hauptsächlich an das Wohl anderer ... sehr erstaunlich und freundlich von ihnen ... findet ihr nicht auch ?!

Liebe Grüße Manuela

*Karma: Ein zentraler Begriff im Buddhismus, bedeutet nicht Schicksal, sondern steht für die Zusammenwirkung von Ursache und Wirkung.
Also dafür, dass jeder für sein eigenes Leben verantwortlich ist.
Wer eine ausführlichere und genauere Definition lesen möchte, findet diese auf folgendem Link:
http://www.buddhismus.de/_5_ursache_wirkung.htm

*Erleuchtete: Buddha heißt übersetzt der Erleuchtete

Mir fällt gerade auf, dass eigentlich noch gar nicht richtig geklärt wurde, WER Buddha überhaupt war ... oder ich habe es überlesen, was gut sein kann ... damit beschäftige ich mich also in den nächsten Tagen genauer, falls sich noch nichts auf der Seite befindet ...
Bis dahin noch schöne Tage

Worte des Buddha

Heyho

Hab mal versucht ein bisschen was über Buddha herauszufinden.
Das Interessanteste auf das ich dabei gestoßen bin, waren die
"Worte des Buddha",
die mir sehr imponiert haben.
Er hat einmal gesagt:

"Kein anderer Pfad wie dieser ist‘s
Der zur Erkenntnisreinheit führt.
Drum wandelt diesen Pfad entlang,
Dann wird der Mahr* geblendet sein.
Denn wenn ihr diesem Pfade folgt,
Macht ihr ein Ende allem Leid.
Gelehrt hab ich den Pfad, erkannt
Wie man vom Stachel sich befreit.
Ihr selber müsst euch eifrig müh‘n,
Die Buddhas zeigen bloß den Weg.
Wer diesem folget selbstvertieft,
Wird aus den Banden Mahrs erlöst."

*"Mahr", im Indischen "Mörder" oder "Tod".
In der buddhistischen Lehre ist er die Gestalt des Verlangens
und der Leidenschaften.

Seine Worte gefallen mir nicht nur, weil sie, trotz altertümlicher Schreibweise, klar zu verstehen sind, sondern auch, weil sie viel Wahres enthalten.
Doch leider ist es im Leben nicht immer einfach, den richtigen Weg zu nehmen oder die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meist wird einem erst Tage, Monate oder Jahre später klar, das man in dieser Situation doch besser anderst gehandelt hätte.
Noch 2 schöne freie Tage ;)

Samstag, 28. April 2007

"Spiel der Götter"

Hi Leute!

Ich bin auf den Film "Spiel der Götter-als Buddha den Fußball entdeckte" gestoßen. Er hat zwar nichts mit dem Buddhismus in Deutschland zu tun, aber zeigt sehr schön das Leben der buddhistischen Mönche.
Allgemein geht es um zwei jungen aus Tibet, die in ein buddhistisches Kloster aufgenommen und in das Leben der Mönche eingeführt werden. Die beiden Mönche werden aber von dem Fußballfieber der Weltmeisterschaft gepackt, und schleichen sich nachst heimlich aus dem Kloster, um die Spielübertragungen im Dorf zu sehen.
Am Ende schaffen es die beiden sogar den Abt des Klosters davon zu überzeugen, einen Fernseher für das finale Endspiel im Kloster aufstellen zu dürfen.
Ich habe den Film selbst schon gesehen, als er im Fersehen kam. Er ist humorvoll und einfühlsam gestaltet, und verschafft dem Zuschauer einen Einblick in die tibetische Weisheit.

Auf der Homepage des Films könnt ihr euch aber über den genauen Inhalt des Filmes und die Mönche, die mitspielen, informieren. Zudem befindet sich ein kurzes Interview mit Khyentse Norbu, dem Macher des Films, auf der Seite.
Mein Vorschlag: wenn der Film im Fernsehen ausgestrahtlt wird, schaut ihn euch mal an!

Gruß Caro

Link: http://www.spiel-der-goetter.de/inhalt.html

Buddhismus im Westen

Hi,

hab im Internet gestöbert und eine Seite über "Buddhismus im Westen" gefunden. Es wird über die Wegbereiter des Buddhismus in Deutschland berichtet, u. a. Karl Seidenstücker, der den "Buddhistischen Missionsverein" gründete. Interessant ist hierbei auch, dass Hermann Hesse das Buch "Siddharta" schrieb und veröffentlichte, in dem es um den Buddhismus geht und das einen Buddhismus-Boom zuerst in den USA, dann auch in Deutschland auslöste. Es ist nicht viel zu lesen, aber verschafft einen groben Überblick über den Weg des Buddhismus nach Deutschland. Schauts euch mal an und bewertet selbst.

Gruß Caro

Link:
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,EAA77A5B60E34ADFE0340003BA5E0905,,,,,,,,,,,,,,,.html#EAA78A8D9A534C3EE0340003BA5E0905

Freitag, 27. April 2007

Wie wird man Buddhist??

Hi Leute ;)

Ich denke viele von euch wissen noch gar nicht, wie oder wo man
überhaupt Buddhist werden kann ...
Nachdem man sich durch die persönliche Anschauung des eigenen Lebens während einer Zeremonie dafür entscheidet,
"der zeitlosen Natur des eigenen Geistes zu öffnen",
was geschieht wenn man nach den sogenannten 3 Juwelen lebt,
sollte man Anschluss z.B. an eine buddhistische Gruppe/Schule suchen. Hierbei ist es von Vorteil zu mehreren Gruppen Kontakt aufzunehmen, denn es gibt viele buddhistische Richtungen, was zur Folge hat, dass die Gruppen/Schulen verschiedene Gesichtspunkte lehren und so nicht jede Gruppe zu der eigenen Persönlichkeit und Vorstellung passt.

Die drei Juwelen sind
1.) zum Ziel - Buddha
2.) zum Dharma - die Lehre, bzw. der Weg dorthin
3.) zur Sangha - die Gemeinschaft der Praktizierenden

Buddhist zu werden scheint also gar nicht so schwer ...
Am erstaunlichsten finde ich, dass es in unserer Nähe gleich 13 solche Gruppen/Schulen gibt.
4 in Mannheim, 3 in Karlsruhe und 6 in Heidelberg.
Wer näheres über die Gruppen erfahren möchte kann sich
bei dem folgenden Link weitere Infos einholen.

http://www.buddhismus-deutschland.de/dbu/frameset.php

Wünsch euch allen noch ein schönes WE

Samstag, 14. April 2007

Der Dalai Lama in Deutschland

Hi Leute!

Ich habe eine interessante Website gefunden, die über den Besuch des 14. Dalai Lama in Hamburg 2007 informiert. Der 14. Dalai Lama, mit richtigem Namen Tenzin Gyatso, wird sich im Juli 2007 für ein paar Tage in Hamburg aufhalten und dort Vorträge u.a über Gewaltlosigkeit und Mitgefühl in der globalisierten Welt halten.
Diese Veranstaltung wird von dem Tibetischen Zentrum e.V. Hamburg organisiert und gibt den Buddihsten in Deutschland die Möglichkeit den Dalai Lama selbst einmal zu sehen und seine Vorträge anzuhören.
Zusätzlich findet ihr auf der Seite noch eine Kurzbiografie über den 14. Dalai Lama und Erklärungen zu seinen drei Lebenszielen.
Also schaut euch die Seite mal an!! Besonders gut gefällt mir, dass es wirklich keine unendlich langen Texte sind, sondern alles einfach und kurz erklärt ist, sodass man es gut versteht. Derjenige, der wirklich auf diese Veranstaltungen gehen und sich die Vorträge anhören möchte, kann sich hier auch Tickets bestellen und darüber informieren, wann und wo jeweils diese stattfinden bzw. was das Thema ist.

Link: www.dalailama-hamburg.de/index.php?id=3

Buddhismus in Deutschland

In den kommenden Wochen werde auch ich mich genauer mit dem Thema
„Buddhismus in Deutschland“ beschäftigen.

Zu Anfang eine Seite über den Buddhismus in Deutschland:

http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus_in_Deutschland

Hier erfahrt ihr wirklich ALLES über Personen und Jahreszahlen, deshalb ist der Text auch leider etwas zäh zu lesen und teilweise langweilig.

Jedoch finde ich es sehr interessant, dass der „Buddhistische Katechismus“ bereits 1887 als Deutsche Ausgabe erschienen ist und dass es heute rund 250.000 aktive Buddhisten in Deutschland gibt, von denen über die Hälfte Deutsche Buddhisten sind.

Wünsch euch allen noch ein schönes WE ;)

Dienstag, 3. April 2007

Ein paar Begriffe

In meinem letzten Blog habe ich den Artikel über Ladakh und den dortigen Buddhismus kurz zusammengefasst. Dabei sind auch ein paar Begriffe aufgetaucht, die ich dazu noch erklären sollte.




Mala: die Gebetskette der Buddhisten, die aus 108 Perlen besteht, die meistens aus Holz hergestellt sind. Jede Perle steht symbolisch für einen der Bände der gesammelten Werke Buddhas (Bild rechts).



Mantra:eine meist kurze Wortfolge mit heiligen Wörtern oder Silben, die wiederholt werden bei der Meditation, dem Gebet,..Z.B. das "Om".Es soll den Weg zur Erleuchtung öffnen.


Retreat:die Jahre des spirituellen Rückzugs, allein in einer Höhle oder einem Kloster.



"Der friedlichste Ort der Welt"

Hey Leute!

Ich habe einen interessanten Bericht in der Zeitschrift "Brigitte" von einer Redakteurin gelesen, die, wie sie sagt, zu dem "friedlichsten Ort der Welt" gereist ist, Ladakh, das im Himalaja liegt und ein zutiefst buddhistisches altes Königreich war. Ihre geschilderten Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke haben mir sehr gefallen, und vor allem, weil es auch um den Buddhismus geht, fasse ich für euch den Artikel im Wesentlichen zusammen.


"Julee!", das ist der Gruß in Ladakh, er klingt wie ein Jubel. Ladakh heißt "Land der hohen Pässe" und liegt am nordwestlichen Rand des Himalaja 4.000 Meter hoch. Die Region ist nahezu unbewohnbar, die wenigen Menschen, die dort leben betreiben Landwirtschaft. Im Winter fällt das Land in die "weltvergessene" Ruhe zurück, in der es jahrhundertelang lag, als es ein buddhistisches Königreich war- Maryul, "Rotland" genannt, wegen den roten Gewändern der Mönche. Im 8. Jh. kam der Buddhismus nach Ladakh und ist noch heute die Hauptreligion der ca. 160.000 Ladakhis, deren Klosterkultur noch immer intakt ist.



Ein dreitägiger Besuch des Klosters "Thagchokling" (Bild links) soll den Alltag der Mönche veranschaulichen. Das Kloster ist offen für alle, für Fremde, Nichtbuddhisten, Westler, was es so besonders macht. Jeder ist willkommen, doch es gibt keine Extras, sondern nur den Alltag.


Es gibt dort keine Heizung, kein elektrisches Licht und Strom kommt nur an wenigen Abenden. Im so genannten Andachtraum treffen sich die Mönche zum Gebet, zur Meditation. Mit einem Holzstab schlägt ein Mönch auf eine Klangschale (Bild mitte unten) und erzeugt einen tiefen Ton, er sagt: "Lasst die Gedanken gehen. Atmet und denkt an nichts."

Ein Mönch erklärt: "Deine Tasse mit Tee, du siehst, für dich ist sie eine Tasse. Für mich aber ist sie ein Symptom, nur eine Ansammlung von Molekülen. Die Schale ist nichts. Sie existiert nicht aus sich selbst heraus. Nichts ist absolut. Wir nennen es die Leerheit. Für euch im Westen ist es schwer. Ihr habt sehr viel Ego, immer kämpft ihr mit euch. Wie könnt ihr leer werden, wenn ihr erfüllt seid von euch selbst? Leere heißt: Wir nehmen uns nicht so wichtig."

Diese Lehre zu verstehen braucht viele Jahre. Er berichtet weiterhin, dass er seines eigenen Wunsches wegen mit 10 Jahren ins Kloster ging und die Rituale zur Reinigung vollzog, die 5 Monate lang dauerten. Er warf sich 3000-Mal am Tag vor Buddha nieder, sagte eine Millionen Mal das Mantra, betete die Mala und meditierte über die Leerheit, den ewigen Zyklus des Seins. Jetzt mit 25 Jahren ist er noch immer nicht voll ordiniert. Ihm fehlt noch der Retreat. Das sind die Jahre des spirituellen Rückzugs, z.B. allein in einer Höhle oder einem Kloster. Aber was dort passiert, darüber dürfen die Mönche nicht sprechen. Sein Lama wird ihm sagen, wann es soweit ist.

Mehrmals im Monat kommen an einem Tag eine Gruppe von Mönchen aus benachbarten Klöstern mit ihren Instrumenten,Hörnern und Trommeln, um das Kloster "Thagchokling" zu segnen. Sie versammeln sich im Andachtsraum, die jungen Mönche haben vor sich die Petscha, einen Stapel mit losen Seiten,die sie beim Singen unablässig blättern. Ein Lama schlägt mit einem Stab seine Trommel, ein murmelnder Gesang beginnt, der aus nur 2 Tönen besteht. Die Mönche halten inne, beten, ergreifen dann erneut singend und betend ihre Instrumente. Jede Bewegung hat seine Bedeutung. Der Klang der Instrumente kann heilen, reinigen und auch die Geister vertreiben, die vom Menschen Besitz ergriffen haben. Gemeint sind: Ehrgeiz, Verbissenheit, Zorn, Jähzorn. Manchmal reicht es jedoch nicht allein dadurch, sodass die Ladakhis zu den Schamanen gehen und in Trance Kontakt zu den Göttern aufnehmen.


Der Buddhismus im Ladakh ist ein Volksbuddhismus. Es werden Amulette zum Schutz vor Dämonen getragen, in jedem Dorf steht eine dreistufige Steinsskulptur zur Abwehr böser Geister und fast jedes Dorf hat ein Orakel, das hoch geachtet ist.


Jedes Kloster im Ladakh feiert sein Maskenfest (Bild rechts). Das Fest im Kloster "Hemis"" ist eines der prächtigsten und dauert mehrere Tage. Es feiert den Yogi und Lehrer "Padmasanbhava", den Begründer des Buddhismus im Ladakh. Dabei treten verkleidete Mönche mit Masken auf. Jede Verkleidung zeigt einen anderen Aspekt des Wesens Padmasanbhava, wie z.B. als weiße Gestalt in Lumpen, als Knochenmann oder als Riese. Die Mönche tanzen langsam, schreitend, hüpfen, drehen sich auf einem Fuß und treten im Kreis. Der Tanz weihe den Boden und halte Böse Mächte fern........

Also, ich hoffe der Artikel gefällt euch und ihr konntet euch gut in den Text einfinden. Vielleicht konntet ihr euch ja in euren Gedanken an den Ort versetzen und so alles miterleben?! =) Natürlich interessieren mich auch eure Meinungen und Kommentare dazu. Mir persönlich hat es einen sehr guten ersten Eindruck und Einblick in die Religion des Buddhismus, seiner Riten und Grundprinzipien verschafft.